Urlaub mit Hund in Rom

Kann man seinen Hund in die Ferien mit nach Rom nehmen?

Ja, aber wenn man dort ein paar entspannte Tage mit seinem Vierbeiner erleben will, sollte man einige Dinge beachten.

Sicherlich ziehen das Kolosseum der Petersdom und die Vatikanischen Museen Millionen von Besuchern an, aber das eigentliche Flair von Rom macht das Zusammenspiel von antiken Überresten und unzerstörten Renaissance- und Barockbauten aus, dazu die pittoresken, winkeligen Gassen mit den Dachgärten und die uralten Eingangstüren mit den märchenhaften Höfen dahinter. Und dieses Flair werden Sie bei einem Urlaub mit Hund in Rom wahrscheinlich intensiver erleben als ohne ihn oder sie, denn der Hund nimmt von Ihnen den Zwang, in möglichst viele der ca. 600 römischen Kirchen und sonstigen Touristenmagneten hineinzugehen. Bei Kirchenbesuchen muss sich immer ein Familienmitglied opfern mit dem Hund draußen zu warten, was den Vorteil hat, sich auf dem Handy ganz in Ruhe einige Informationen über das Bauwerk einzuholen. Auf diese Weise wird Ihnen der Hund zu einem entspannten Urlaub verhelfen. Mit ihm oder ihr erleben sie Qualität statt Quantität. Sie werden die Seele von Rom entdecken, weil Sie mit mit Ihrem Hund die großen Touristenströme eher meiden werden.

Natürlich können Sie auch das Kolosseum mit Hund umrunden, ihm oder ihr auf dem Circo Massimo ein bisschen Auslauf gönnen und dabei den Blick auf das Forum Romanum genießen. Auch der Besuch der Spanischen Treppe und des Trevibrunnen ist mit Hund möglich, aber man sollte so einen Besuch sehr früh morgens planen, damit der Kumpel nicht von den großen Touristenströmen nervös gemacht wird. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Hunde in Rom einen Maulkorb tragen müssen. Allerdings wird diese Regel nicht sehr genau überwacht, aber man sollte ihn genauso bei sich haben wie die Handschuhe und die Tüte, wenn er oder sie mal muss. In den öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen Hunde von kleiner und mittlerer Größe mitfahren. Leine, Maulkorb und eine normale Fahrkarte (1,50€) sind die Voraussetzung.

In Restaurants und Bars sollte man immer erst fragen, ob der Hund willkommen ist. In die Innenräume darf er oder sie grundsätzlich nicht hinein (italienische Gesetzgebung), draußen kann er oder sie sich jedoch im Schatten unter den Tischen ausruhen und bekommt meistens sogar noch eine Schüssel mit Wasser gebracht.

Sicherlich sollte man sich genau überlegen, welche Unterkunft man für einen Rombesuch mit Hund wählt. In vielen Hotels sind Hunde eher nicht erwünscht, ganz anders in Privatunterkünften. Vielleicht sollte Sie sich eine Ferienwohnung, Villa oder B&B nicht im Zentrum der Stadt suchen, sondern etwas außerhalb und dabei darauf achten, ob Auslaufmöglichkeiten in der Nähe vorhanden sind. Es gibt auch Vermieter, die Ihren Hund tagsüber betreuen, wenn Sie ihn oder sie einmal nicht mitnehmen wollen. Vielleicht sollte man, besonders bei heißem Wetter, dem Hund auch nicht jeden Tag eine Tour durch Rom zumuten, sondern mit Tagen am Meer oder am Bracciano-See oder in der Umgebung Roms abwechseln. Am Meer gibt es einige Hundestrände. Der Bau-Beach bietet alles an, was einen Aufenthalt am Meer mit Hund angenehm macht  und auch am Bracciano-See gibt es Strände, an denen Hunde willkommen sind, wie etwa der für Hunde kostenlose Gabbiano-Dog-Beach.

Auch in viele Parks in der Umgebung von Rom, wie z. B. die Villa d’Este in Tivoli, die etruskischen Gräber in Cerveteri oder die Ausgrabungsstätten in Ostia Antica oder der Villa Adriana darf der Hund mit, bei diesen beiden sollte man unbedingt genügend Wasservorrat mitnehmen.

Geheimtipp: Wenn Sie Ihren Hund segnen lassen wollen, dann müssen Sie Ihren Urlaub mit Hund in Rom um den 17. Januar herum planen. Das hätte auch noch den Vorteil eines Minimums an Touristen und für einen Hund sehr angenehme Temperaturen. Am 17. Januar jeden Jahres segnet in der Kirche Sant‘Eusebio an der Piazza Vittorio ein offizieller katholische Priester die ihm dargebotenen Haustiere