Urlaub mit Kindern

Urlaub mit Kindern in Rom

Hier finden Sie Ferienhäuser und Ferienwohnungen für Ihren Urlaub mit Kindern in Rom. 

Tipps und Informationen zum Urlaub mit Kindern in Rom

Rom ist eine Stadt, die die allerbesten Voraussetzungen hat, um dort Ferien mit Kindern zu verbringen. Die beiden größten Touristenattraktionen wie der Petersdom und das Kolosseum sind aus den Medien oder aus dem Latein- oder Geschichtsunterricht bekannt und viele Kinder sind sehr gespannt darauf, wie die weltberühmten Gebäude in echt aussehen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Rom sehr nah am Meer liegt (ca. 25 km)  und sich im Nordwesten ein 9 km breiter See befindet. Gerade wenn man Ferien mit Kindern plant, ist es wichtig, die anstrengenden Besichtigungstouren mit Badetagen am Meer oder See abzuwechseln.

Am ersten Tag mit Kindern in Rom ist es am schönsten, sich durch die verwinkelten Gassen treiben zu lassen, den Straßenmusikern oder- akrobaten zuzuschauen, hinter einer der uralten metallbeschlagenen Holztüren einen der zauberhaften Hinterhöfe zu entdecken, auf den Giannicolo oder den Pincio zu steigen, um sich einen Überblick über Rom zu verschaffen und natürlich das berühmte italienische Eis zu probieren.

Bei allen Touren durch Rom sollte man eine Trinkflasche dabeihaben. Man kann sie an den über das ganze Stadtgebiet verteilten immer laufenden Trinkbrunnen (naselli) umsonst auffüllen. Öffentliche Toiletten gibt es in Rom äußerst selten. Wenn man muss, geht man in eine Bar, kauft eine kleine Erfrischung oder ein Packung Kaugummi und kann dann dort in aller Ruhe das Klo benutzen. Sie sollten eine Packung Tempotaschentücher im Rucksack haben, weil besonders am Nachmittag dort das Toilettenpapier vielleicht ausgegangen ist. Wenn Sie in der Bar am Tresen stehen bleiben, kostet der Capuccino selten mehr als 1,50 €. Wenn Sie sich jedoch setzen und von einem Kellner bedient werden, vervier– oder  verfünffachen sich die Preise. Das ist kein Betrug, sondern liegt an den horrenden Mieten, die die Barbesitzer zahlen müssen. Dennoch ist es für eine vier- oder fünfköpfige Familie oft einfach zu teuer. Eine Alternative bieten die „Tavole Calde“. Das sind geräumige Bars, in denen man für sehr konveniente Preise zwischen vier oder fünf vorgefertigten Gerichten auswählen kann, die bei Bedarf aufgewärmt werden. Hier essen auch die Römer, die in den benachbarten Büros arbeiten, oft zu Mittag.   

Wenn es ihnen wichtiger ist, dass ihre Kinder bleibende Eindrücke von ihrem Urlaub mit nach Hause nehmen, sollten Sie sich genau überlegen, in welches der zahlreichen Museen sie gehen wollen. Lieber in wenige, aber die ein bisschen vorbereitet. Die Sixtinische Kapelle bietet sich dazu an, Suchspiele zu spielen. Wo ist der liebe Gott mit dem entblößten Hinterteil, wo ist der Mann mit den Eselsohren, dem eine Schlange in den Pimmel beißt und wo hat sich Michelangelo selbst gezeichnet.

Ein Highlight bei einem Urlaub mit Kindern könnte ein Besuch in den Thermen von Caracalla sein. Mit einer 3-D-Brille können sich Kinder in die Zeit vor 1800 Jahren versetzen und sehen, wie diese römische Badelandschaft damals ausgesehen hat.

Wenn wir schon bei der Antike sind, bietet sich mit Kindern auch eine Radtour über die Via Appia an. Hier sind geführte Touren natürlich relativ teuer, aber ein Fahrrad ist ab 3€ / Stunde zu bekommen. Natürlich sollte man dann der Katakomben hinabsteigen, und schauen, wo sich die frühen Christen versteckt haben.

Für Kinder, die es gruselig mögen, gibt es einiges an Attraktionen. Zum ersten die Kirche Santa Maria Immacolata in der Via Veneto. Die Kirche ist hauptsächlich deswegen bekannt, weil dort noch bis 1870 hunderte von Skeletten zu Wanddekorationen verarbeitet worden sind. Ein Prachtstück ist der vollständig aus Knochen gefertigter Leuchter, der als Raumbeleuchtung dient. Bei Kirchenbesuchen sollte man sich immer nach den Öffnungszeiten erkundigen. Außer den sieben Pilgerkirchen, zu denen natürlich auch der Petersdom gehört, werden alle Kirchen über Mittag geschlossen. Manche sind auch nur an einigen Wochentagen geöffnet.

Wer gern sehen möchte, wie viele Martermethoden die Römer für die ersten Christen erfunden haben, findet die Darstellungen in der Kirche Santo Stefano Rotondo östlich des alten Stadtkerns.

In der Kirche Santa Cecilia in Trastevere ist die heilige Cecelia mit durchgeschnittener Kehle in unschuldigem weißem Marmor verewigt. Trastevere ist der Stadtteil der jenseits des Tibers, liegt (Tiber heißt auf Italienisch Tevere). Zu Anfang des 20. Jahrhunderts war Trastevere noch ein reines Arbeiterviertel, verwandelte sich dann zu einem Studenten- und Künstlerviertel und ist heute mit seinen vielen Restaurants und Bars eine fröhliche Ausgehmeile für Einheimische ebenso wie für Touristen. Hier findet man gute Restaurants und Pizzerien für Familienabendessen zu moderaten Preisen.    

Auch die Engelsburg, das von Kaiser Hadrian gebaute Mausoleum, das den Päpsten lange als Gefängnis und gleichzeitig als Zufluchtsort bei Überfällen diente, ist für Kinder ein Erlebnis. Die breiten Treppen lassen ahnen, wie die die Eilboten mit ihren Pferden hier hochgaloppiert sind und der Ausblick vom Dach der Engelsburg ist überwältigend. Kinder zahlen hier übrigens keinen Eintritt.

Als Letztes sei noch das modernste Museum Roms, das von Zaha Hadid erbaute Kunst- und Architekturmuseum „Maxxi“ zu erwähnen. Das Gebäude mit seinen kreuzenden Gängen und Durchblicken wird von römischen Familien viel besucht, weil sich Kinder sowohl in dem kleinen Park davor mit wechselnden Außeninstallationen als auch innendrin sehr frei bewegen können.   

Sonntags ist der „Porta Portese“ in Trastevere angesagt, der größte Trödelmarkt Europas, für Kinder und Eltern ein lohnendes Ziel. Hier finden sich bestimmt die richtigen Mitbringsel für Freunde und Verwandte oder ein ungewöhnliches Andenken für sich selbst. Der Markt beginnt morgens um sieben und schließt mittags um zwei.

Auch die Umgebung von Rom hat für einen Urlaub mit Kindern vieles zu bieten. Im Norden kann man den Spuren der Etrusker am Meer entlang von Cerveteri bis Tarquinia folgen und so Kultur und Badespaß wunderbar miteinander verknüpfen.

Etwas weiter östlich über die Cassia erreicht man den geheimnisumwitterten Vico-See. Nach einem ausgiebigen Bad (Vorsicht, da es sich um einen Vulkansee handelt und man relativ schnell den Boden unter den Füßen verliert, sollten ihre Kinder Schwimmflügel tragen, wenn sie noch nicht schwimmen können) kann man am Nachmittag dem im 16. Jahrhundert gebauten imposanten Sommersitz der reichen römischen Familie besuchen.  Im Kastell Farnese, einem Pentagramm, also einem Schloss mit fünf statt vier Kanten, kann man in jedem der reich ausgemalten Stockwerke spüren, welche imposanten Feste hier gefeiert worden sind.        

Über den Autobahnring oder mit dem Zug gelangt man nach Tivoli in die Gärten der Villa d’Este  mit dem barocken Brunnen- und Wasserpark. Die Gärten befinden sich nicht auf einer geraden Fläche, sondern erstrecken sich einen Hang herunter und entwickeln dadurch eine Dynamik, von der Kinder meistens fasziniert sind. Man sollte sich aber vor einem Besuch erkundigen, ob die 500 Brunnen und Wasserspiele am vorgesehen Besuchstag auch in Betrieb sind.

Last but not least: Wichtig für entspannte Ferien mit Kindern ist es, die richtige Unterkunft zu wählen. Möglicherweise ist ein Ferienhaus oder ein B&B, das noch einen Garten zum Herumtoben verfügt, einer Unterkunft in der Innenstadt vorzuziehen, besonders dann, wenn man Romtage mit Badetagen und Ausflügen in die Umgebung abwechseln möchte.